Änderungen rufen bei Menschen vielfach Ängste hervor (z.B. Existenzängste bei Rationalisierungen, Angst vor dem Ungewissen oder vor Versagen bei Einführung neuer Geräte und Maschinen). In Bezug auf Unternehmensentscheidungen in Change Management Prozessen sind diese Angstmechanismen hinderlich bei der Umsetzung von neuen Konzepten. Viele erfolgversprechende Projekte scheitern aus diesem Grund bei der Umsetzung am Widerstand der Mitarbeiter.
Die Kraftfeldanalyse ist ein geeignetes Instrument, um Veränderungsprozesse positiv zu leiten.
In der Analyse der gegebenen Situation als aktuellen Gleichgewichtszustand sucht sie die Identifikation von unterstützenden sowie von zurückhaltenden Kräften in Bezug auf notwendige Änderungen zur Erreichung eines definierten Ziels zu unterstützen.
Im Sinne der Change Theory des Psychologen Kurt Lewin (1890 - 1947) werden im ersten Schritt
fördernde Kräfte, die eine Veränderung unterstützen, und
hemmende Kräfte, die eine Veränderung behindern, identifiziert. Diese Kräfte werden
in einem einfachen Kraftfelddiagramm visualisiert gegenübergestellt.
In einem zweiten Schritt werden die
Kräfte in Bezug auf ihre Wirksamkeit (Stärke) gewichtet. Dieses kann durch die Linienart (durchgezogen, gestrichelt, gepunktet), die Linienstärke und / oder durch die Linienlänge dargestellt werden. Hilfreich ist es auch, die fördernden und hemmenden Kräfte farblich gegeneinander abzugrenzen (z.B. fördernd in grün, hemmend in rot).

Anschließend sind
Aktivitäten zu formulieren, die geeignet sind, das identifizierte Kraftverhältnis zugunsten der definierten Änderung zu verschieben, d.h. insbesondere
die hemmenden Kräfte zu schwächen sowie die fördernden Kräfte zu stärken. Die Umsetzung sollte anschließend mittels der gängigen Controlling- und Projektmanagement-Instrumente begleitet werden.
EIne
beispielhafte Anwendung der Kraftfeld-Analyse kann als PowerPoint-Präsentation auf der Registerkarte "
Links & Literatur" heruntergeladen werden.